Man, I really want to read this rest of this. I used to know German pretty well so I’ll give it a shot. Danke!
Hi. Ended up scanning the pages and putting them into a ZIP archive. Hope downloading and viewing works out for you. I've also got PNG versions but they're a slightly larger file size.
Have fun!
Gern geschehen! I'll upload a complete set of raw photos later. For now, I'm off to work. So glad you like it!
Done with the OCR and proofreading. Hopefully there's not too many errors left.
Here's the raw text in German (1): (I put the other parts into replies to each part because the max size of a post on Poal is 16k)
WILHELM PETER HERZOG
Die Krabben aus dem Stier
Die Sonne barst in Quintillionen Fetzen, und im Gluthauch der atomaren Explosion flammten ihre Planeten auf wie trockener Zunder. Nach langer, langer Zeit wurde aus der Supernova ein Gasnebel mit rötlichen Filamenten, während im Kern des Nebels ein winziges Gestirn von unvorstellbarer Dichte zurückblieb. Das Licht mit der Nachricht von der Katastrophe flog im Schweigen des Weltenraumes von Sonnensystem zu Sonnensystem. Der Lichtbotschaft folgte eine Kapsel. Ihr Pilot verschwendete keinen Blick auf das kosmische Feuerwerk, das hinter ihm in sicherer Entfernung aufglühte. Zwecklose Neugierde war dem Piloten fremd; Kameras und Meßinstrumente in der Kapsel nahmen die notwendigen Aufzeichnungen vor. Auch die mit einem Schlag verpuffte Zivilisation auf einem der Planeten der explodierten Sonne rührte den Piloten nicht, zumal diese Zivilisation keineswegs restlos erloschen war. Unbeeindruckt von Neugierde und Rührung galt des Piloten Sorge allein einem kleinen Behälter im Cockpit der Kapsel. Die Kapsel flog auf einem, notwendigerweise willkürlichen Kurs in das Sternengewölk der Galaxis hinein und überließ sich den Korpuskularstrahlungen unzähliger Sonnen, flog von Sonnenwind zu Sonnenwind mit einer dem Lichte nahen Geschwindigkeit. Aber Raum und Zeit waren bedeutungslose Größen; sie hatten auf das Sinngefüge des Piloten keinen Einfluß. Wichtig war einzig und allein eine bestimmte Schlüsselzahl aus den Meßergebnissen der Instrumente, die zu der Ausrüstung der Kapsel gehörten. Unzählige Male addierte der Pilot die Summanden; unzählige Male war die Summe größer oder kleiner als die richtige Zahl. Dann kam der Augenblick, da sich die einzelnen Nachrichten zur Schlüsselzahl rundeten. Signale glühten auf. Der Pilot vibrierte vor Erregung. Er berechnete eine zweckmäßige Kreisbahn und lenkte die Kapsel in sie hinein. Der Planet im Mittelpunkt dieser Kreisbahn zog die Kapsel mit sich im Lauf um seine Sonne. Viele dieser Jahre widmete der Pilot in der Kapsel den Erscheinungen und Äußerungen der neuen Welt und speicherte die gesammelten Erfahrungen in seinem Gehirn.
Die Fülle des lebensnotwendigen Stoffes auf der neuen Welt beeindruckte den Piloten stark. Zwar erhielt er auch ungünstige Informationen, aber die seiner Aufgabe gerechten hatten größeres Gewicht. Das Ziel schien erreicht zu sein; der Pilot beschloß zu landen. Auf der Nachtseite des Planeten tauchte die Kapsel durch die Atmosphäre hindurch in den ersehnten Stoff, jederzeit imstande, wieder zurückzuschnellen. Aber die Analyse ergab hervorragende Werte. Auch die andere Lebenszone war nahe genug, um sie später bequem analysieren zu können. Aus ihr kamen die ungünstigen Nachrichten. Sie rührten von einer offenbar unentwickelten Lebensform her, urtümlich genug, um sich mit der Analyse Zeit zu lassen. Doch hatte der Pilot nicht mit einem dichten Geflecht aus Pflanzenfasern gerechnet, da ihm Form und Zweck eines Fischnetzes unbekannt waren.
Der Fischer und die Kugel
Etienne Tantin war mit seinem Fang in dieser Nacht zufrieden. Er hievte das Netz und sortierte das erbeutete Seegetier. Die meergrüne Kugel aus Glas — oder was für einem Stoff auch immer — warf er zunächst auf das Bett in der Koje. Die Kugel ließ sich gut verwerten. Fremde kauften solche Hohlkugeln, die zum Tragen von Fischnetzen verwendet wurden, gern als Souvenir, um sich daheim am geheimnisvollen Glitzern des Glases zu erfreuen. Am Chäteau d’If vorbei steuerte Etienne im Morgengrauen in den Fischereihafen von Marseille und gab sich angenehmen Berechnungen hin. Wenn diese Glückssträhne noch einige Zeit anhielt; konnte er sich in ein, zwei Jahren einen modernen Fischkutter leisten, mit Elektrolot und anderen Schikanen. Am fernen Horizont seiner Phantasie tauchten bereits die eigene Fischkonservenfabrik und ein überaus wohlhabender Etienne Tantin auf! Der gute Etienne war sehr zielstrebig — aber dabei recht einfältig: Selbst wenn er jemals etwas von einer Milchmädchenrechnung gehört hätte, wäre er nie auf den Gedanken gekommen, daß sie ausgerechnet bei ihm nicht aufgehen könnte — oder ganz anders, als er es sich dachte. Vom Hafen fuhr Etienne, nachdem sich sein Konto bei der Banque Méditerranée um ein hübsches Sümmchen vermehrt hatte, mit seinem klapprigen Citroën — den Kopf voller Milchmädchenrechnungen — zu seiner Hütte. Sie war nicht weniger schäbig als der Wagen; aber über ihrem Schilfdach erhob sich eine Fernsehantenne und legte Zeugnis davon ab, daß Etienne bei aller Einfalt dem technischen Fortschritt ergeben war. Die Sonne war bereits untergegangen; Etienne hatte Eile. Die meergrüne Kugel warf er in einen Winkel der Hütte, raffte in der Küche zusammen, was er an Eß- und Trinkbarem vorfand und sauste zum Fernsehapparat, um die letzte Folge der erregenden Serie „Horace Still, der Rächer der Enterbten" nicht zu verpassen. Etienne wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Horace Still, ein Feind des Bösen und ein uneigennütziger Freund der Armen und Bedrückten, gab es den Schurken wieder einmal nach Strich und Faden; das Gute siegte und die Bösen verröchelten endgültig am Boden. Etienne ging mit einem zufriedenen Grunzen zu Bett. Noch im Traume verfolgte ihn das strahlende Siegerlächeln Horace Stills. Am nächsten Morgen erwachte Etienne von einem gebieterischen Klopfen an der morschen Hüttentüre. Als er öffnete, prallte er erschrocken vor der wohlbekannten Gestalt im Türrahmen zurück. „Guten Morgen, mein Freund!” sagte Horace Still. „Mon Dieu!“ keuchte Etienne, „Sie leben, Sie atmen, es gibt Sie also wirklich, Monsieur Still?” „Was glaubten Sie, mein Freund?” lächelte der Rächer der Enterbten. „Ich kam zufällig vorbei. Die Gegend gefällt mir, Ich möchte meinen Urlaub hier verbringen. Kann ich bei Ihnen wohnen?“ „Bei mi-mi-mir, in dieser schä-schä-schäbigen Hütte?” stotterte Etienne. „Aber gewiß doch!” nickte Horace Still, trat in den Wohnraum, musterte flüchtig die meergrüne Kugel und den Fernsehapparat und fuhr mit einer großartigen Handbewegung fort: „Ich werde Sie fürstlich belohnen, mein Freund! Sie kennen mich ja! Sie werden in Kürze ein reicher Mann sein!“ Der einfältige Etienne war keineswegs erstaunt. Horace Still hatte sich im Fernsehen stets als Wohltäter erwiesen. Hoffnungsvoll zweifelnd sagte er jedoch: „Wie wollen Sie das anstellen, Monsieur?” „Nichts einfacher als das! Besitzen Sie irgendeinen Wertgegenstand — vielleicht aus Gold? Gold regiert die Welt, habe ich mir sagen lassen!” „Aus Gold? Lassen Sie mich nachdenken — ja!” jubelte Etienne. „Vor Jahren fand ich auf meinem Grundstück eine alte römische Goldmünze. Hier ist sie!" Etienne kramte aus einer Schublade die Münze hervor und zeigte sie Horace Still. „Ausgezeichnet!“ nickte dieser. „Damit werden wir es schaffen! Wo eine Münze war, werden mehrere sein. Graben wir nach ihnen!” Sie gruben, und tatsächlich hob Etienne ein paar Tage später eine schwere Amphora aus dem fetten Erdreich. Das fast mannshohe, zweihenklige Gefäß war bis zum Rand mit Goldmünzen gefüllt. Sie glichen der ersten Goldmünze aufs Haar! „Ich bin reich!" sagte Etienne fassungslos. „Was fange ich mit diesem Reichtum an?“ „Sie werden ihn vermehren, mein Freund!” schlug Horace Still vor. „Ich weiß schon”, sagte Etienne, „ich baue eine Fischkonservenfabrik. Das wollte ich schon immer!" Horace Still schien entsetzt zu sein. Er hob abwehrend beide Hände. „Fischen ist ein barbarischer Beruf!” sagte er. „Nein, nein, Monsieur Tantin! Die Menschheit lebt im Zeitalter des Automobils. Sie und ich, wir gründen eine Automobilfabrik und werden den sensationellsten Kraftwagen der Welt bauen. Zunächst brauchen wir ein unzugängliches Gelände, weitab menschlicher Siedlungen. Denn wir wollen uns nicht in die Karten gucken lassen, und wir brauchen auch keine Arbeiter. Unsere Automobilfabrik wird bis ins kleinste automatisiert sein!” Einem Wohltäter gegenüber macht man keine Einwendungen, und schon gar nicht, wenn er Horace Still ist. Etienne war sogar begeistert. Sie erwarben in der Camargue, westlich von Marseille, Land. Es erfüllte alle Erwartungen Horace Stills, denn die Camargue besteht aus Steppe und Sumpf und ist hauptsächlich von Stechmücken, schwarzen Kampfstieren und rosaroten Flamingos bevölkert. „Unser Automobil wird robust und schnell und klug wie der Stier der Camargue sein!” lächelte Horace Still hintergründig. „Wir nennen unsere Gesellschaft ‚Société Anonyme Taurus‘!“ „Taurus? Was heißt das?” fragte Etienne. „Taurus ist das lateinische Wort für Stier. Daß die Camargue ein Land der Stiere ist, ist natürlich ein Zufall. Aber unseren Wagen ‚Taurus’ zu nennen, ist sehr bedeutungsvoll. Wir haben sehr viel mit dem Stier zu tun!” „Das verstehe ich nicht!“ staunte Etienne. „Vergessen Sie es, mein Freund!” lächelte Horace Still. „Ich betrachte diesen Zufall als ein gutes Zeichen. Und nun ans Werk!” Alle Welt kennt die Geschichte der Société Anonyme Taurus. Der Taurus fuhr bald über alle Straßen der Erde. Seine Besitzer schworen auf ihn. Er verliehe ihnen, behaupteten alle Taurusfahrer, ein nie gekanntes Sicherheitsgefühl und ein unglaubliches Reaktionsvermögen. Ja, sie waren sogar fest davon überzeugt, daß der Taurus allen Gefahren von selbst auswiche. Das schien jedoch anders zu werden, als die Societe die alte Kühlerfigur des Taurus, eine unscheinbare Kugel aus eloxiertem Aluminiumblech mit einem kleinen, schweren Metallkern, gegen ein ungleich kostbareres Zeichen, ein echt goldenes „T", durch die Vertragswerkstätten auswechseln ließ. Bis auf eine Ausnahme waren bald alle alten Kühlerfiguren ausgewechselt. Seltsamerweise aber tauchte der Taurus von diesem Zeitpunkt an in den Unfallstatistiken nicht mehr und nicht weniger häufig auf als andere Kraftwagen. Mit dem Sicherheitsgefühl war es vorbei. Ein Murmeln des Unmuts erhob sich unter den Taurusfahrern. Kurz darauf verkündete die Société Anonyme Taurus, daß die Produktion des Tauruswagens eingestellt würde.
Raw text (2)
Verdacht in Hamburg
Im Intendantenzimmer des Senders Hamburg gab es Ärger. „Ihre Vergnügungssucht ist grotesk!” grollte Rundfunkintendant Dr. Herbert Böhm, „Als ich so jung war wie Sie, Gaston, hätte ich mich auf eine solche Reportage gestürzt wie ein Camarguestier auf einen Torero!” „Aber ich habe mich so auf meinen Urlaub gefreut, Chef!” schluchzte Gaston Mercier. „Urlaub! Papperlapapp! Ist das etwa kein Urlaub, diese Fahrt ans herrliche Mittelmeer? Hier ist es kalt und naß, dort scheint die Sonne!“ „Aber Sie kennen die Camargue nicht, Chef! Ein furchtbares Land! Öde, wüst und leer. Und auf Stiere pfeife ich. Die Camargue ist die Hölle. Ich kenne sie! Ich stamme aus Marseille!“ „Eben drum, Gaston!" trumpfte Dr. Böhm auf. „Sie kennen die Camargue, Sie sind ein kluges Köpfchen und ein vorzüglicher Autofahrer. Sie werden noch heute mit dem Taurus meiner Frau zur Société Anonyme Taurus fahren und folgende Fragen beantworten: Frage eins: Warum baut die Société keine Tauruswagen mehr? Frage zwei: Warum wurden die Kühlerfiguren der Tauruswagen ausgewechselt? Frage drei: Ist Horace Still, der Generalsekretär der Societe, übergeschnappt oder nicht?” „Übergeschnappt?" „Passen Sie auf! Sie wissen, daß meine Frau einen Taurus fährt, Charlotte hat sich trotz wiederholter Bitten der Vertragswerkstatt stets geweigert, die alte Kühlerfigur ihres Wagens gegen das goldene ‚T’ auswechseln zu lassen. Charlotte betrachtet diese Blechkugel als eine Art Talisman, obwohl sie aussieht wie ein schäbiger Spatz nach einem Hagelschauer." „Aber Ihre verehrte Gattin, Chef, ist eine allgemein bewunderte Schönheit — wie können Sie sie mit einem schäbigen Spatz vergleichen?" protestierte Gaston leidenschaftlich. „Reden Sie kein Blech, Gaston!" schnaubte Dr. Böhm. „Ich meine natürlich mit schäbigem Spatz die Blechkugel und nicht Charlotte. Aber unterbrechen Sie mich nicht dauernd, Gaston! In der vergangenen. Woche ist dreimal in unserer Garage eingebrochen worden! Das erste Mal vertrieb Jupiter, unser Schäferhund, den Dieb, aber das Schloß war bereits angefeilt: Das zweite Mal erwachte meine Frau von einem Geräusch an der Garagentür, bewaffnete sich mit einem Briefbeschwerer, stürzte nach unten, fand Jupiter mit einer Hammelkeule beschäftigt und das vollends erbrochene Garagenschloß. Das dritte Mal legten wir uns auf die Lauer und erwischten den Dieb!" „Na, wunderbar!" sagte Gaston, nicht sehr interessiert. „Und wer, glauben Sie, war der Dieb?" tönte Dr. Böhm. „Kein Geringerer als Horace Still, der Generalsekretär, persönlich!" „Donnerwetter!" rief Gaston, nun doch interessiert. „Genau das habe ich auch gesagt, als ich Horace Still beim Kragen packte. Still grinste aber nur gelassen und hielt mir ein goldenes ‚T’ unter die Nase. Er hätte, behauptete er, es gegen die alte, wertlose Blechkugel austauschen wollen!" „Sie haben Horace Still der Polizei übergeben?” „Aber nein! Riechen Sie nicht den Knüller, Gaston? Da stimmt doch etwas nicht! Ich habe vielmehr mit dem Generalsekretär ein Abkommen getroffen. Dafür, daß ich ihn laufen ließ, sollte die Société meinem besten Reporter — das sind Sie, Gaston — ein Exklusivinterview gewähren und ihm alle Fragen beantworten. Horace stimmte zu, machte aber zur Bedingung, daß die Blechkugel nach dem Interview doch ausgewechselt werden dürfte. Er versprach mir, daß das die tollste Reportage werden würde, die je über einen Sender oder durch die Spalten einer Zeitung gelaufen wäre. Nun, Gaston, immer noch Ärger wegen Ihres Urlaubs?“ „Nein, Chef! Auf in die Camargue!” Ein paar Tage später stürzte Gaston Mercier aufgeregt in das Intendantenzimmer und überreichte Dr. Böhm mit zitternden Händen das Manuskript. „Lesen Sie, Chef, lesen Sie!” keuchte er. „Sie werden es nicht glauben, aber jedes Wort ist wahr!" Dr. Böhm überflog das Manuskript und warf es dann kopfschüttelnd auf den Schreibtisch. „Kein Hörer nimmt uns das ab, Gaston!” fauchte er. „Ich will Ihnen nicht zu nahetreten, aber ich glaube, daß Sie in der Camargue einen Sonnenstich gehabt haben! Die haben Sie da unten anscheinend ganz schön auf den Arm genommen — dieser Horace Still, dieses Fräulein Sisa und diese Doppelgänger!” „Aber Mademoiselle Sisa — das schönste Mädchen der Welt —, ich bin Menschenkenner, Chef, nie wäre eine Lüge über ihre wundervollen Lippen gekommen! Und ich habe ja auch ihre andere Gestalt gesehen. Ich schwöre Ihnen, Chef, daß..." „Ha! Da haben wir es, Gaston!” rief Dr. Böhm. „Sie sind dieser schwarzhaarigen Schönheit aufgesessen! Sie sind ein Schwachkopf, Gaston!” Gastons Augen funkelten vor Empörung. Er kniff die Lippen zusammen und kramte in seiner Aktentasche herum. Dann zog er einen in Seidenpapier gewickelten Gegenstand hervor und warf ihn unausgepackt vor seinem Chef auf den Schreibtisch. „Das hier", sagte Gaston mit düsterer Stimme, „ist Mademoiselle Sisa!” Dr. Böhm entfernte die Papierhülle und starrte dann angewidert auf Fräulein Sisa. „Ach, trampeln Sie nicht auf meinen Nerven herum, Gaston!” stöhnte er. „Was Ihnen not tut, ist eine gehörige Abkühlung! Noch heute fliegen Sie nach Grönland und interviewen Miß Eskimo, die neue Schönheitskönigin! Die Flugkarte liegt in meinem Sekretariat!" „Schon wieder Fischgeruch!” murrte Gaston. „Sie glauben mir also nicht, Chef?" „Aus meinen Augen, Gaston! Bevor Sie ein Irrenarzt erwischt!" Gaston Mercier verschwand beleidigt in Richtung Grönland. Nachdem der Reporter fort war, betrachtete der Rundfunkintendant stirnrunzelnd das, was Gaston Mademoiselle Sisa genannt hatte. Plötzlich bekamen Dr. Böhms Augen einen eigentümlichen Glanz: Statt Scheren hatte das Ding auf seinem Schreibtisch so etwas ähnliches wie Hände, die kleinsten und zierlichsten Hände der Welt! Vorsichtig beklopfte Dr. Böhm das Ding. Es klang hohl — aber mußte es nicht hohl klingen, wenn Fräulein Sisa die Weiterfahrt angetreten hatte? Wenn nun doch etwas an dieser unglaublichen Geschichte dran war? Wenn Gaston nun doch nicht nur im Fieberwahn geschrieben hatte? Dr. Böhm griff nach dem Manuskript und las es zum zweitenmal.
(post is archived)